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Der Wunsch nach Service!

Typo3 bietet den Vorteil, dass man die Inhalte der eigenen Homepage ganz einfach selbst machen kann (wie bei jedem modernen CMS) - die Abhängigkeit von externer Unterstützung bezüglich des Inhalte-Machens ist also weg.

Nun gab es ja das Problem mit Firefox und dem Typo3-Editor (Rich Text Editor) und die Typo3-Gemeinde hat schnell reagiert und eine Lösung dafür gefunden.

Meine Firma hat daraufhin ihren Kunden einen Update angeboten, doch Oh’ Wunder, es kamen einige Reaktionen, die da lauteten: “Ich dachte bei Typo3 brauchen wir nie wieder externe Unterstützung”.

Also, für alle diese “So-Denker”:

  • was bitteschön hat die Aussage “Ihr könnt Eure Inhalte selbst machen” denn mit einem technischen Problem zu tun, das nicht einmal von Typo3 verursacht wurde?
  • braucht Euer Auto, Euer Haus, Eure Beziehung - keine Pflege? Gibt es da nicht hin und wieder mal etwas zu verbessern?
  • ist es Euch lieber, dass die Typo3-Dienstleister keinen derartigen Service mehr anbieten, um Euch rasch zu helfen? Ihr habt Euch eine Homepage erstellen lassen und nach Abschluss dieses Projekts ist das Vertragsverhältnis beendet, es gibt keine weiteren Verpfichtungen. Bevorzugt Ihr es, zukünftig ohne Service zu bleiben?
  • alle Welt schreit nach Service - wollt Ihr ihn wirklich oder ist es einfach nur das Jammern, was Euch gefällt?
  • oder ist es die Tatsache, dass Dienstleister für ihre Dienste Geld verlangen?
  • ob ich genervt bin? JA!

Sodele, nun ist der Dampf raus (herrlich, wenn man privat bloggt) und ich werde mir überlegen, ob ich zukünftig noch derartigen Service anbieten will!

:-)

6 comments

1 Marcel { 04.26.07 at 17:56 }

Hallo Frank
Wie war denn das mit dem Beitrag auf deinem anderen Blog? :-)
http://feel-better-blog.de/2007/04/10/erwartungen-zeigen-worauf-das-innere-wartet/

Take it easy und schöne Grüsse aus der Schweiz
Marcel

2 Norbert Glaab { 04.27.07 at 10:37 }

Neu auf dem Planeten!

Oder das Märchen der Wissenden!

Stelle Dir kurz vor, Du bist ein Zeitreisender und kommst zurück in die Zukunft.

Du siehst vor Dir eine Blechbüchse auf Rädern. Du bist begeistert und kaufst Dir gleich so ein Teil. Du erfährst dabei, das Ding nennt man Auto. Folgende Zusagen hast Du beim Kauf erhalten:
Du kannst immer und überall hin wo Du möchtest.
Du kannst Freunde besuchen und diese auch mitnehmen.
Als Transportmittel kannst Du es auch benutzen.
Du kaufst Dir einen Kasten, den andere als Freiheit und Unabhängigkeit bezeichnen.
10 Tage später steht das Ding vor Deiner Wohnung.

Du hast einen Schlüssel und kannst Dich sofort hineinsetzten. Du bist der Größte.
Ein paar Tage später sitzt du immer noch in dem Kasten und nichts bewegt sich.
Du schaust Dich um und beobachtest, was andere Menschen mit diesem Gefährt so alles anstellen. Die tun all die Dinge, die man Dir beim Erwerb des Autos versprochen hat. Jetzt versuchst Du, das nachzuahmen.
Letztendlich stellst Du fest, Du brauchst Hilfe und engagierst einen Menschen, der Dir das Auto bewegen beibringt. Dieser nette Mensch, sagt Dir, dass Du einen Führerschein benötigst
und eine Fahrprüfung absolvieren musst, damit Du eine Lizenz zum Fahren erhältst.

Du wirst langsam sehr ungeduldig und ärgerlich, bringst jedoch auch dieses hinter dich.
Endlich geschafft! Die Freude ist groß;-)
Der Fahrlehrer bringt Dich zu Deinem jetzt schon 10 Monate alten Auto. Freundlich wie der Fahrlehrer ist, sagt er Dir, dass Du das Fahrzeug noch zulassen musst.
Wie zulassen?
Ja, anmelden bei der Behörde! Der Frust steigt. Du gehst zur Zulassungsstelle und bittest um ein Kennzeichen. Kam gleich die nächste Frage. Wo ist Ihr Versicherungsnachweis? Jetzt endlich platzt Dir der Kragen. Du tobst und schreist und vor allem wünschst Du dem Verkäufer die Pest an den Hals.
Aber nach so vielen Investitionen und nervenaufreibenden Zeiten gehst Du jetzt auch noch den letzte aller kostspieligen Schritte und schließt eine Versicherung ab.

Alles paletti! Welt ich komme.

Die Fahrt beginnt. Nach 12,5 Km ein Stau. 1 Stunde Wartezeit. Der Stau löst sich auf, doch Dein Fahrzeug bleibt stehen. Schnell kommt eine weiterer Verkehrsteilnehmer, schaut in Dein Fahrzeug, stellt fest der Tank ist leer.
Ihr Leser denkt jetzt, so ein Quatsch gibt es doch gar nicht.

Doch Ihr Lieben. Wenn ein Fremdling eine Homepage betreiben möchte, die Marketing betreibt, verhält er sich genau so.

Bleiben wir noch kurz bei dem Märchen.
Entweder ich lerne fahren mit Schleuderkursen, Sicherheitstraining und mache auch gleich noch eine Mechanikerausbildung um total unabhängig zu sein, oder ich besorge mir Dienstleister, die mir solche Dinge abnehmen.
Ich kann auch Auto fahren in dem mir ein Taxi nehme. Einen Dienstleister!

Wir leben in einer Zeit, in der der Wandel immer schneller wir. Das haben viele noch nicht verstanden. Nur weil wir eine Eingabetastatur am PC haben, sind wir noch lange nicht in der Lage, zu behaupten, dass wir alles damit beherrschen.
Die Evolution der Menschen hat es erst dahin gebracht, dass wir Holzhacken als eine Leistung anerkennen, weil wir am Abend den großen Haufen sehen.

Wir akzeptieren jeden Müll den der Staat betreibt. Lassen uns von Steuern steuern.
Doch wenn es um ein neues, sehr wirksames Medium geht, das wir dazu auch noch selber mit eigener Energie füttern können, dann schieben wir unser Nichtwissen als Verantwortung auf andere. Das nennt man Projektion.

Vielleicht braucht es für Homepages-Betreiber eine Zertifizierung
ISO 007 gekoppelt mit DIN 4711 nach der Euronorm 0815
oder machen wir lieber den Axtvertrieb für Holzhacker als Zukunftsvision zum Geschäftsmodell.

Ich bin glücklich, auf den Taxifahrer im Internet zurückgreifen zu können.
Soweit meine Ausführung zum Service-Frust von Frank Obels.

3 Lebensblog » Blog Archive » Neu auf dem Planeten!-Oder das Märchen der Wissenden! { 04.27.07 at 10:44 }

[...] auf den Taxifahrer im Internet zurückgreifen zu können. Soweit meine Ausführung zum Service-Frust von Frank [...]

4 Internet-Homepage-Typo3-Fan { 04.27.07 at 11:37 }

Hi Marcel, Hi Norbert,

habt Dank für Eure Ausführungen :-)
Ich befolge Marcels Vorschlag und nehme es leicht und biete zukünftig keinen Service mehr an. Das ist ziemlich leicht!
Und ich habe damit sogar eine völlig neue Blickrichtung auf die Aussage “Deutschland ist eine Service-Wüste” bekommen.
Cool!
Happy weekending :-)

Frank

5 Hans-Peter Zimmermann { 04.27.07 at 22:55 }

Meine Tipps:

1. Auf die eigene Sprache achten. “Die Leute meckern”. Wie viele genau? Wenn es nicht mehr als 1 Prozent ist, ist es genau das eine Prozent, das Du nicht hättest als Kunden annehmen dürfen.

2. Überlegen, wie Du kommunizierst, dass Du Meckerer anziehst.

3. Nicht zu viel versprechen beim Verkauf. “Nie wieder abhängig” ist eben eine falsche Aussage.

Ist mir für Deine und meine Begriffe etwas zu viel Gejammer von Deiner Seite. Das muss anders werden ;-)

6 Internet-Homepage-Typo3-Fan { 04.28.07 at 10:15 }

Hi Hans-Peter,

Deine Tipps sind gut, der zweite Tipp ist im Augenblick aktuell bei mir :-)

Greetings

Frank

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