Die Verwendung von Google Analytics bald strafbar?

11. Januar 2011
Geschrieben von: frankie




Manchmal ist mir Deutschland schon etwas unheimlich. Verbote, Drohungen, Strafen, Bußgeldandrohungen – manchmal scheint man als Webseitenbetreiber automatisch in den Kreis der “Bösen” zu gehören. Ein neuer Vorstoss, mal wieder eine Strafrunde übers deutsche Unternehmer-Volk zu schmeissen, scheint aus Hamburg initiiert zu werden. Das lese ich gerade bei golem.de und das Ganze steht im Zusammenhang mit der Nutzung von Google Analytics.

Streit um den Datenschutz

So wie ich den Artikel bei golem.de verstehe, wird Google vorgeworfen, dass das Produkt Google Analytics nicht die deutschen Datenschutzauflagen erfüllt. Okay, das, ehrlich gesagt, habe ich schon vermutet. Denn es soll seit längerem bekannt sein, dass Google alle Daten nach Hause übermittelt und in den USA schön viele Szenarien malt, wie man mit den Statistikdaten Geld verdienen kann – das liest man im Internet immer wieder.

Homepagebesitzer und Blogger sind die Dummen?

Google und “der Staat” streiten sich – was geht mich das an, werden sich viele Kleinunternehmer fragen. Hier ist die einfache Antwort: wenn man bei Google nicht vorankommt, dann wende man sich an die Webseitenbesitzer. Denn letztendlich liegt die Verantwortung für die Einhaltung des deutschen Datenschutzes bei den Betreibern von Homepages, Blogs und anderen Websites.

Wer also als Webseitenverantwortlicher Google Analytics einsetzt, bekommt nun möglicherweise die “Aura des Bösen”. Tatsächlich ist bereits die Rede von  Bußgeldern und Musterprozessen.

Piwik – die Open Source Google Analytics Alternative

Ich empfehle die Verwendung dieses Open Source Produktes. Es ist bald ähnlich gut wie Google Analytics und die erhobenen Daten bleiben dort, wo sie hingehören – beim Webseitenbetreiber. Damit wird es wohl beim deutschen Datenschutz keine Probleme im Moment geben.

Wer sich Piwik einfach mal anschauen möchte, hier gibt es eine Online-Demo.

INCONET-Kunden können mich einfach auf Piwik ansprechen, es lässt sich einigermaßen leicht installieren. Ich schreibe darüber auch in der nächsten Newsletterausgabe vom Internet Power-Insider.

Nur wundern!

Nicht aufregen, nur wundern – so lautet die Devise. Und wie wir ja beim Jugendmedienstaatsvertrag erlebt haben: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

:-)

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